Manche Überraschungen des kanadischen Winters sehen aus, als kämen sie direkt aus einem Disney-Film. Die natürliche Eiswand von Portneuf liefert dieses Schauspiel ohne stundenlange, schwierige Wanderung.
Wie eingefroren, aber ganz real
Die berühmte Mur de Glace, also die Eiswand, erinnerte uns tatsächlich an Elsas Schloss. Sie ist kein Bauwerk: Der Winter formt sie jedes Jahr ganz von selbst.

Bei strahlendem Sonnenschein hätten wir die riesige weiße Wand stundenlang betrachten können. Für uns gehört dieser Ort inzwischen zu den fünf schönsten Wintererlebnissen in Kanada.
Kommen Sie erst, wenn das Eis stabil ist
Im Dezember kann es noch zu früh sein. Das verlässlichste Zeitfenster liegt normalerweise zwischen Mitte Januar und Mitte März. Bei unserem Besuch im März waren wegen Tauwettergefahr bereits einige Bereiche gesperrt. Hier bestimmt die Natur, was zugänglich ist. Hinweise und Absperrungen des Parks sollte man deshalb unbedingt ernst nehmen.
Praktische Informationen für den Besuch
Der Bereich Saint-Alban in der Schlucht des Rivière Sainte-Anne liegt ungefähr 40 Minuten von Québec City und gut zweieinhalb Stunden von Montreal entfernt. Bis zur wichtigsten Eiswand sind es nur etwa zehn Minuten zu Fuß. Der Eintritt kostete bei unserem Besuch rund 10 CAD pro Auto. Angesichts der guten Anlage fanden wir das ausgesprochen fair.

Diese Sicherheitsregeln sind wirklich wichtig
- Grödel für die Wanderschuhe sind vorgeschrieben und werden an mehreren Stellen kontrolliert. Ohne sie ist das Gehen auf dem Eis gefährlich.
- Kommen Sie früh. Dann fällt das Sonnenlicht direkt auf die Wand, die Fotos werden schöner und es sind weniger Besucher unterwegs.
- Schauen Sie auch nach oben: In den kältesten Monaten klettern Eiskletterer häufig an der Wand.
Lohnt sich der Parc naturel régional de Portneuf?
Ganz klar: ja. Der Park bietet außerdem Sommerwanderwege und Campingplätze. Wir möchten deshalb unbedingt noch einmal in der grünen Jahreszeit zurückkehren. Für das natürliche Eisschloss empfehlen wir den tiefen Winter, warme Kleidung, Grödel und natürlich eine Kamera.
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